Auslöseverzögerung
...Das ist der Zeitraum, der vom Drücken des Auslösers bis zur Aufnahme des Bildes vergeht. Zur Auslöseverzögerung wird nicht die meist wesentlich längere Dauer des Fokussierens addiert. Deshalb spielt dieser Wert in aktuellen Digitalkameras eigentlich kaum eine Rolle mehr. Zeiten von unter 1/10 sec. bis zum fertigen Bild sind in der Praxis nicht wirklich spürbar.
Trotzdem will ich es nicht unerwähnt lassen, was in der Zeit des Auslösens eigentlich alles passiert.
Die meisten Kameras mit Display befinden sich - sofern das Display angeschaltet ist - im Videomodus. Durch eine Bildfolge von etwa 15-60 Bildern/sec. wird die Wahl des Bildausschnittes durch Schwenken und Zoomen möglich. Drückt man nun den Auslöser halb durch, stellt die Kamera auf das anvisierte Objekt scharf und man bekommt meist eine Blenden- / Zeitkombination eingeblendet.
Wird der Auslöser nun durchgedrückt, stellt die Kamera von Video- auf Fotobetrieb um. Das heißt, dass der Sensor, falls kein Verschluss vorhanden, kurzzeitig ausgeschaltet und der mechanische Verschluss, falls vorhanden, geschlossen wird. Anschließend wird die Blende auf den vorgegebenen oder errechneten Wert abgeblendet und der Sensor für die vorgegebene oder errechnete Zeit wieder eingeschaltet bzw. der Verschluss für diese Zeit geöffnet. Nun gelangt Licht durchs Objektiv auf den CCD- oder CMOS-Sensor und wird in elektrische Energie und anschließend in digitale Rohdaten gewandelt. Die Kamera stellt wieder auf den Videomodus um. In der Zwischenzeit errechnet ein Prozessor aus diesen Daten den Weißabgleich, interpoliert die Daten in ein RGB-Bild und erstellt ein komprimiertes JPG.

Weiterführende Links:
Fenster schließen