Die Belichtungszeit
ist die Zeit, in der verwertbares Licht durch den geöffneten Verschluss auf den Film oder Sensor fallen kann. In besonderen Situationen kann es vorkommen, dass die Belichtungszeit kürzer als die Verschlusszeit ist. Besonders oft passiert dies bei Blitzlichtaufnahmen in dunklen Umgebungen (Konzerte o.ä.), denn hier leuchtet der Blitz meist kürzer als der Verschluss offen ist.

Beispiel 1:
Bei einer voreingestellten Blende von 4, einer angenommenen voreingestellten Verschlusszeit von 1/90 sec. und einer Motiventfernung von ca. 5 Metern ergibt sich eine angenommene Blitzleuchtdauer von 1/500 sec. Das verwertbare Licht für die Aufnahme wird aber nur durch den Blitz erzeugt, also ist die Belichtungszeit wesentlich kürzer, als die Verschlusszeit.

Beispiel 2:
Bei einer voreingestellten Blende von 4, einer angenommenen voreingestellten Verschlusszeit von 5 sec. und einer Motiventfernung von ca. 5 Metern ergibt sich eine angenommene Blitzleuchtdauer von 1/1000 sec. Das verwertbare Licht für die Aufnahme wird durch zwei Lichtquellen erzeugt. Zum einen durch den Blitz und zum anderen durch das restliche Umgebungslicht.
Hier hat man also 2 Belichtungszeiten, die sich addieren.

Beispiel 3:
Gewitteraufnahmen - hier wird der Verschluss meist lange offen gelassen und das Bild anschließend durch einen oder mehrere Blitze eines Unwetters belichtet. Hierbei ergibt sich die Belichtungszeit aus der Leuchtdauer der aufgenommenen Blitze.

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