Cropfaktor
Als Chropfaktor wird mitunter der Verlängerungsfaktor an aktuellen digitalen Spiegelreflexkameras bezeichnet. Da der Bildwandler dieser Modelle wesentlich kleiner als das Kleinbildformat ist, wird nicht der gesamte Bildkreis des Objektives ausgenutzt, sondern nur ein Bildausschnitt aus der Mitte. Das hat zu Folge, dass alle Brennweiten und Bildwinkel mit diesem Faktor neu errechnet werden müssen, um die effektiven Bildwinkel zu kennen.
Es gibt derzeit im wesentlichen 3 verschiedene Bildwandlerformate. Nikon, Pentax und Fuji verwenden baugleiche Sensoren, dessen Cropfaktor 1,5 ist. Canon verwendet bei den Einsteigermodellen Formate mit Faktor 1,6 und bei den professionellen Kameras 1,3 bzw. Vollformat (also 1x).
Wie wirkt sich nun eine Cropfaktorcamera in der Praxis aus...
Die Brennweiten (bzw. die Bildwinkel) verschieben sich allesamt in Richtung Telebereich. Um mit einer EOS 10D den Blickwinkel eines 28mm-Objektives zu erreichen, muss man auf eine Optik mit 17mm Brennweite zurückgreifen. Eine Telebrennweite von 200mm "verlängert" sich auf 320mm.
Weiterhin haben diese Kameras im Gegensatz zu Vollformatkameras bei gleichem Bildwinkel, gleicher Blende und gleicher Perspektive zum Motiv eine größere Schärfentiefe. Bedingt wird dies durch die real kleineren Brennweiten bei gleichem Bildwinkel.
Als Vorteil wird diese "Brennweitenverlängerung" bei Tele- und Makroaufnahmen geschätzt. Der große Nachteil ist die geringe Auswahl an guten bezahlbaren Weitwinkelobjektiven.

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