| Objektiv Das Objektiv ist ein optisches Gerät, welches eine Linsengruppe beinhaltet. Es ist dafür verantwortlich, dass unser Motiv auf die richtige Größe gebracht wird, um es auf den Bildwandler zu projizieren. Es gibt zwei grundsätzliche Arten von Objektiven - die festbrennweitigen und die zoombaren Objektive. Bei letzteren hat man die Möglichkeit, die Brennweite zu verändern, was diese Objektive unheimlich vielseitig macht. Sie sind in der Regel lichtschwächer und haben nicht ganz die optischen Qualitäten der Festbrennweiten (wobei es natürlich jede Menge Ausnahmen gibt). Die Brennweite eines Objektivs gibt Aufschluss über dessen erfassbaren Bildwinkel. Je kürzer die Brennweite ist, umso weitwinkliger ist das Objektiv. Ein Objektiv, welches umgerechnet auf Kleinbild eine Brennweite von etwa 45-50mm hat, wird als Standartobjektiv bezeichnet. Es hat ungefär das selbe Bildfeld wie das menschliche Auge. Brennweiten darunter oder darüber sind Weitwinkel- bzw. Telebrennweiten. Um kleine Dinge (z.B. Insekten) besonders groß abzubilden, nutzt man am besten ein Makroobjektiv. Es hat eine sehr geringe Naheinstellgrenze und erlaubt Abbildungsmaßstäbe bis zu 1:1. 1:1 bedeutet, dass ein 36mm kleines Objekt formatfüllend auf den Bildwandler projiziert werden kann. Eine weitere Sonderart von Objektiven sind die sogenannten Tilt-Shift-Objektive. Bei ihnen ist die Frontlinse aus der Bildmitte verschieb- und schwenkbar, so dass Perspektivkorrekturen durchgeführt werden können. Sie haben große Bedeutung in der Architekturfotografie und sind sehr teuer.
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