Die Verschlusszeit
ist der Zeitraum, in dem durch Öffnen des Verschlusses Licht auf Film oder CCD/CMOS-Sensor einwirken kann. Die Verschlusszeit ist abhängig von der Stärke des vorhandenen Lichtes, von der Stellung der Blende und von der Lichtempfindlichkeit des Filmes oder CCD/CMOS-Sensors
Genaugenommen sind Verschlusszeit und Belichtungszeit nicht das gleiche, da bei ersterem die Dauer des geöffnetem Verschlusses gemessen wird, beim zweiten jedoch die Dauer des einfallenden Lichtes durch den offenen Verschluss (z.B. bei Blitzlichtaufnahmen).
Ist die Verschlusszeit für eine bestimmte Lichtsituation zu kurz, wird das Bild unterbelichtet - ist sie hingegen zu lang, wird das Bild überbelichtet. Da man durch Blende und Lichtempfindlichkeit auf die Länge der Verschlusszeit Einfluß nehmen kann, hat man die Möglichkeit sie als gestalterisches oder fotografisch notwendiges Mittel einzusetzen.
Eine kurze Verschlusszeit wird beispielsweise verwendet, um ein schnell bewegtes Objekt "einzufrieren" oder um Kameraverwacklungen durch große Brennweiten auszuschließen.

Lange Verschlusszeiten verwendet man zum Beispiel, wenn ein bewegtes Objekt durch Bewegungsunschärfe vor einem statischen Hintergrund dynamischer erscheinen zu lassen, oder um bei wenig Helligkeit durch eine längere Einwirkung des Lichts auf den Film oder den CCD/CMOS-Sensor eine korrekte Belichtung zu erreichen.

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