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technik ... praxistipps - panning, mitziehen, mitzieher

Wie bekommt man eigentlich ein bewegungsdynamisch wirkendes bild, ohne dass das Hauptmotiv bewegungsunscharf und kaum noch zu erkennen ist? Sicher habt ihr schonmal die Bilder in diversen Autoprospekten gesehen - das Fahrzeug ist scharf und sieht aus, als ob es mit 250 Sachen durch die Alpenbergwelt feuert, so verzerrt ist die Umgebung. Nun, oft sind diese Bilder Montagen. Das Auto wurde im Studio bei perfektem Licht fotografiert und die Alpen wurde per Photoshop auf Autobahngeschwindigkeit beschleunigt.
Doch es gibt auch eine Möglichkeit, echte Bilder aus dem Leben mit diesem Effekt und ganz ohne Softwaretricks zu versehen.
Man setzt einfach das so genannte "Panning" oder "Mitziehen" ein. Das bewegte Objekt muss nur genau an der selben Stelle im Sucher gehalten werden. Dann wird ausgelöst und dabei weiter mitgezogen.
Damit der Effekt auch gut sichtbar wird, sollte man natürlich eine der Geschwindigkeit und Brennweite angepasste Verschlusszeit wählen. Bei Motorsportaufnahmen wie Motocross, Rallye etc. bei denen man sehr nah ran kann, sollte die Verschlusszeit etwa bei 1/30s bis 1/60s liegen. Wie sie genau sein muss, kann man nur probieren.
Bei Telebrennweiten können kürzere Zeiten als im Weitwinkel gewählt werden, da durch den engen Blickwinkel der Hintergrund schneller durchs Sucherbild läuft. Ein Einbeinstativ und evtl. ein Bildstabilisator ist natürlich vorteilhaft und die Chance auf gelungene Bilder steigt enorm an. Warum Chance? Weil durch die langen Verschlusszeiten völlig verwackelte Bilder einfach nicht ganz ausgeschlossen werden können.
Und noch einige wichtige Dinge sind zu beachten. Bewegt sich das Objekt nicht im gleichen Abstand zur Kamera um den Fotografen herum oder besser ausgedrückt - ist man nicht selbst der Mittelpunkt einer Kreisbewegung, die das Objekt um einen vollführt, muss man auch noch auf den richtigen Schärfepunkt achten. Der muss dann genau in der Bildmitte liegen, weil sich durch die Perspektivänderung alle Teile außerhalb dieses Schärfepunktes "aus der Schärfe drehen".

Das wichtigste aber ist eine gehörige Portion Übung und Versuche. Die Erfolgsrate bei solchen Aufnahmen liegt bei etwa 1-10%.
Ich wünsche Euch viel Spaß beim Ausprobieren.



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